Alle Beiträge von Daniel Sigg

Mighty Servant 3

Ein voll funktionsfähiger Halbtaucher in 1:150!
Neben den „normalen“ Funktionen Fahren, Steuer, Bugstrahlruder kann der Halbtaucher Mighty Servant 3 über 6 einzel regulierbare Tanks (Steuer- und Backbord, je Bug, Mitte und Achtern) abgetaucht werden. Die Tanks sind unten offen, durch das ablassen der Luft kann können sie mit Wasser gefüllt werdem. Mittels Druckluftpumpe kann das Wasser wieder herausgepresst werden. Die Steuerung des Tauchvorgangs erfolgt über einen Arduino. Am Bug und Achtern sind Drucksensoren zur Messung der Tiefe vorhanden, über einen Beschleunigungssensor wird die Krängung gemessen und automatisch ausgeglichen.
Der Bau erfolgte von März 21 bis Oktober 21. Die Jungfernfahrt fand am 09.10.21 auf dem herbstlichen Schützenweiher statt.

Fährboot

Da uns das Rudern in der Corona-Lockdown Zeit verboten war, musste die Zeit, die sonst damit auf dem Rhein verbracht wird, anderweitig genutzt werden. Entstanden ist ein Modell Fährboot, das vorbildgerecht durch einen Vorderfahrer und Steuermann in Bewegung gebracht wird. Auch die Steuerung erfolgt nur mittels dieser beiden Ruderer, es wird entweder Handoch- Drücken- oder mit Schwellen gerudert.

Die Ruderbewegungen über insgesamt 5 Servos werden von einem Arduino-Nano koordiniert.

Open Source Faller Car System Digital Software

Das Faller Car System Digital ist ja an und für sich richtig gut und brauchbar. Aber liebe Firma Faller: eure Software finde ich eine Katastrophe, sorry. Was mich daran stört:

  • Programmierbarkeit für Automatikfunktionen bringt man zwar hin, aber man stöst sofort an die Grenzen eurer „Scriptsprache“ (wenn man das so nennen kann).
    Wenn man z.B. ein Fahrzeug bei der nächsten Abzweigung zufällig abbiegen lassen will, zuvor soll der Blinker eingeschaltet werden, aber in diesem Moment andere vor ihm fahrende Autos nicht abzweigen sollen, dann wird das schon verdammt mühsam.
  • Wenn ein Fahrzeug in einem Abschnitt der rot ist angehalten wird, das Fahrzeug dann zufällig wieder ausserhalb des Abschnitt geordnet wird (Fehlmessung, Toleranz), dann fährt es einfach wieder weiter.
  • Anhalten eines Fahrzeuges in einem Block der von „ausserhalb“ (Bahnübergang) auf rot gestellt wird: man muss immer damit rechnen, dass ein Fahrzeug das gerade noch im Block ist so angehalten wird, dass es darüber hinaus ragt.
  • Reaktion auf über Loconet eingelesene Signale (z.B. eben ein Bahnübergang) ist nur auf die positive Flanke möglich, keine Scriptbefehl um auf die negative Flanke zu reagieren.
  • usw. usw.

Nun, das hat dazu geführt, dass ich aktiv geworden bin. Nach dem Reverse Engineering des Protokolls zum Digital Master (alles habe ich zwar noch nicht ganz raus, aber doch schon ziemlich viel) habe ich eine eigene Software erstellt, die nun hier zu Verfügung steht.

Und dann noch ein Wort zur Preispolitik: wenn jemand 10 Autos (jedes so etwa 300 bis 350 Fr) gekauft hat, dann muss er für das 11. Auto noch ein Softwareupdate kaufen, das 11. Auto kostet dann also eigentlich so um die 700 Fr. Ist das ein vernüftiges Geschäftsmodell?

So, nun aber zu meiner Software. Was unterscheidet sie vom Orginal, macht sie aus meiner Sicht besser?

  • Sehr stabile Positionsbestimmung: Kalmann-Filter, anschliessend „starke“ Zuordnung der Fahrzeuge zu den Strecken. Ein Fahrzeug verlässt seine Strecke nicht, Messungen „daneben“ (sofern sie massgeblich durch den Kalmann Filter kommen) werden auf die Strecke abgebildet.
    Tunnelmodus ist damit fast nicht mehr notwendig, Fahrzeuge verlassen die Strecke nicht.
  • Wenn am Tunnelende das reale Fahrzeug langsamer ist, dann wartet die Software mit „ihrem“ Fahrzeug genau da, bis wieder Positionsmessungen verfügbar sind.
  • Ein stehendes Fahrzeug ist bei mir wirklich stehend, neue Messungen werden ignoriert (ausser es wird deutlich umgesetzt).
    Damit verlässt ein stehendes Fahrzeug keinen „roten“ Abschnitt einfach so.
  • Ein Abschnitt kann „verzögert“ auf rot gestellt werden, ein Fahrzeug, dass sich im Moment in ihm befindet, verlässt den Abschnitt auf jeden Fall noch.
  • Ein Fahrzeug, dass in einem roten Abschnitt angehalten wurde, ist diesem unabhängig von der Position zugeordnet, fährt also erst weiter wenn dieser auf grün ist.
  • Einem Fahrzeug kann ein Fahrweg mitgegeben werden. Abzweigungen werden automatisch unmittelbar vor dem Fahrzeug geschaltet wie von diesem Fahrzweg gewünscht.
    Das macht das Leben schon mal deutlich einfacher 😉
  • Und das eigentliche Highlight:
    Automatisierung mittels JavaScript. Damit absolut flexibel und schlussendlich massiv einfacher und besser möglich als beim Orginal!

Was ich noch nicht kann, dazu braucht ihr noch die Faller Software:

  • Einmessen
  • Ich habe noch keine Editierfunktionen: Strecke aufzeichnen, Abzweigungen, Abschnitte, Signale.

Voraussetzung für meine Software ist Java 11.
Update 10.12.19: Car Mess- Kalibrierungsfahrt.
Download Sigg Car System (Entzippen, Ausführbares Installer JAR), meine Anlage inklusive Javascript File zur Automatisierung liegt nach Installation in „Installverzeichnis\Examples“.
Changelog
Quelltexte mit notwendigen Lib’s

SRCPD mit MFX und anderen Erweiterungen

Ich habe srcpd um einige Funktionen erweitert:

  • Portierung auf RaspberryPi
    • Alle Modelle
    • Möglichkeit DDL über SPI Bus anstelle RS232 auszugeben.
      Damit können alle Protokolle (Märklin Motorola, NMRA DDC, MFX) perfekt erzeugt, mit praktisch 0-CPU Last, ausgegeben werden.
    • S88 Bus immer über SPI (zusätzliche Hardware notwendig, siehe unten).
  • Schnellerer Lok-Refresh, „Fast“ Refresh für Lok mit neuen Kommandos.
  • Märklin MFX Protokoll (zusätzliche Hardware notwendig, siehe unten). Inkl. automatische Erkennung, Dekoderkonfiguration etc.
    Wird nur auf SPI Bus unterstützt!
    Ohne zusätzliche RDS Rückmeldehardware verwendbar, wenn man die Lok UID’s kennt.
  • Lok Stop Kommandos werden priorisiert behandelt und überholen andere Kommandos, auch der selben Lok.
    Von Stopkommandos überholte Fahrtkommandos einer Lok werden dann verworfen.
  • „MobileStation Mode“: Umschaltung MobileStation Ausgabe auf SRCPD für Schaltdekoderkommandos.
  • XBee Module als eigener SRCPD Bus.
  • S88 Bus mit 2v3 Filterung
  • Einmalige,  automatische  Boosterwiedereinschaltung, wenn dieser wegen einem Kurzschluss ausschaltet.
  • Korrektur Märklin Motorola Ausgabe für Schaltdekoder, so dass auch diejenigen der Firma LDT mit SRCPD funktionieren.
  • Watch-Dog für automatisches Power Off, falls der Client nicht mehr regelmässig mit dem SRCPD Server kommuniziert.
  • Booster „Sigg Mode“ (Booster werden über Impulse auf DTR & RTS ein- ausgeschaltet.

Update 05.01.20:
Unterstützung mehrerer  MCP23S17 (16-BIT I/O EXPANDERS WITH I2C & SPI INTERFACE) von Rüdiger Seidel.

Update 02.01.22:
Periodische Widerholung MFX F16-31.
Support für Raspberry PI OS bullseye.

Downloads:

Echt Dampf / Real steam

Taka Tuka

Zwischen Weihnachten und Neujahr 2017 habe ich den Entschluss gefasst, den schon lange schlummernden Traum eines Modelldampfschiffes umzusetzen. Der ursprünglich ins Auge gefasste Selbstbau einer Dampfmaschine musste dann allerdings mangels geeigneter Werkstattausrüstung (Drehbank, Fräse) relativ schnell aufgegeben werden. Trotzdem ist aber von Januar bis Ende Februar 2018 ein durchaus sehenswertes Modell einer Dampfpinasse entstanden.
Stapellauf war nun am 25.03.18, alles hat bestens funktioniert, die bereitstehenden „Rettungsboote“ mussten nicht eingesetzt werden.

  • 2-Zylinder Dampfmaschine mit Stephenson Umsteuerung
  • Kessel mit Überhitzer
  • Gasbrenner mit Kesseldruck abhängigem Regelventil
  • Dampfpfeife

Folgende Funktionen sind fernsteuerbar:

  • Umsteuerung
  • Dampfregelventil
  • Dampfpfeife
  • Steuerruder